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portrait | Ole Wolsbeck
Ole Wolsbeck
Ole Wolsbeck

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Name: Ole Wolsbeck
Wohnort: St. Peter Ording
Segelnummer: G-504
Sponsoren: Gaastra, Tabou,
O'Neill, Vision footwear




Nordseezauber in Norwegen
Ole in einem Meer aus Licht und Wasser
Die Geschichte von Ole beginnt am 7. Juni 1974 in Nordfriesland. Aufgewachsen ist er in St. Peter Ording - ein riesiger Sandkasten direkt vor der Haustür, was will man als kleiner Junge mehr! Dass am Rande dieses Sandkastens gelegentlich hohe Nordseewellen brechen, sollte ihn erst später interessieren. Im Laufe der Zeit endeckte Ole neben dem Skateboarden dann auch bald seine Leidenschaft für's Windsurfen. Als 14-jähriger sprang er bereits Cheese Rolls, bis ihn ein Unfall beim Skateboarden stoppte.
In der Halfpipe stürzte er ziemlich unglücklich und zog sich einen Bruch des linken Beins zu - eine komplizierte und langwierige Angelegenheit. Dieser Beinbruch hatte auch Auswirkungen auf seine Surflaufbahn. "Ich war zu lange im Gips und das Bein blieb trotz Training eine Zeit lang etwas schächer", meint der heute 26-jährige. Das Ganze war auch mental ein Problem. Seitdem ist sein rechtes Bein das stärkere: "Seit diesem Zeitpunkt bin ich Goofy Footer - Wind von rechts ist mein Ding, auch heute noch."
Aerial
Portrait
Der 26-jährige studiert Architektur in Kiel
In St. Peter Ording wurde die Surfakademie gegründet und Ole war von Anfang an dabei. Ab jetzt standen auch Wettbewerbe auf dem Programm und das intensive Regattatraining brachte ihn bei den Kurs- und Slalomrennen weit nach vorne. Damals wurde Ole als einer der besten Nachwuchsfahrer in der deutschen Regattaszenen gehandelt und die Sponsoren standen Schlange. Gerade 18 geworden schaffte er den Sprung in das 'West Junior Team'. Dort sollte der deutsche Windsurfnachwuchs gefördert werden.
Kein Training, sondern die Vermarktung der Surfer stand im Vordergrund. Ole wurde zu Windsurf- und Modeaufnahmen nach Südafrika eingeladen, es gab ein kleines Gehalt und die Pressearbeit wurde von einer Agentur übernommen. Ole: "Die Regattaergebnisse wurden professionell vermarktet und mit Bildmaterial unterstützt, um Berichte inklusive der Sponsorenlogos in die Mags zu pushen."
Ole Wolsbeck
Was für ein Bottom Turn
Perfekte Wellen in Norwegen
Bei der Junioren WM in Norwegen hat er damals sogar Matt Pritchard (damals auch noch Junior) geschlagen. Und auch beim Deutschen Windsurf Cup war er immer unter den Top Ten, bei der Deutschen Meisterschaft im Slalom sogar dritter. Nach einem Jahr wurde das gesamte Junior Team allerdings gecancelt und auch der Regattastress nahm zu.
Ole on Tour
"Bei den Regatten wurden zu dieser Zeit Prototypen zugelassen, meist leichter und schneller als die Serienboards. Ich hatte kein Geld mehr, um mir auch noch Prototypen bauen zu lassen - damals waren die meisten Serienboards richtige Schinken", meint Ole, "Ich bin immer schlechter geworden und habe den Spaß verloren."
Surfing
Trotzdem ging er im DWC weiter an den Start, aber es war in seinen Augen eine unnötige Geldausgeberei: "Meine Ergebnisse waren nicht so geil und die Surfbedingungen waren auch immer schlecht". Dazu kam noch erheblicher Ärger mit einem damaligen Sponsor: "Leistungsdruck und nicht nachvollziehbare Abrechnungen - das ganze ging sogar über Anwälte." Auch heute noch nervt ihn die damalige Situation: "Gerade jemand, der jung ist und Bock drauf hat... und dann leistungsabhängig zu bezahlen oder eben auch nicht... und das Ganze dann auch noch an ein oder zwei Plätzen aufzuhängen." Irgendwann bei einer Regatta auf Sylt hatte Ole dann die Faxen dicke: "Zuerst meine Segel ausgraben, die ein Sturm zugeweht hatte, dadurch zu spät aufs Wasser und deshalb die Wettfahrt verpasst... Fuck it - ich fahre nur noch Wave!"
Licht und Schatten
Good bye Regattastress
Faszination Welle
Faszination Welle
Seitdem ist Ole ohne Regattastress unterwegs. Nach seinem Zivildienst und dem Beginn eines Architektur-Studiums in Kiel bleibt ihm genug Zeit für ausgedehnte Surftrips: "Das Studieren kann länger dauern... ", Maui und Kapstadt und Südafrika sind Stationen auf seinen Touren. "Schlechte Bedingungen nerven mich an, ich fahre deshalb immer dahin, wo es gut ist. Und am liebsten immer mit guten Freunden". Immer in Reichweite ist Klitmøller, einer seiner favorisierten Homespots. Über zehn Mal im Jahr ist er auf jeden Fall im Norden Dänemarks und hat sich dafür schon den begehrten 'Klitmøller-Ehrenbommel' eingeheimst, der von den Kieler Kroll-Brüdern verliehen wird.
Neben Windsurfen und Wellenreiten stehen Skateboarden, immer öfter Snowboarden, gelegentlich Tennis und im Winter auch Schwimmen auf seinem Sportprogramm. Aber die größte Faszination geht nach wie vor von Wellen aus: "Es ist einfach geil, intuitiv dem Lauf einer Welle zu folgen und diese dabei abzureiten - einfach mit dieser Welle etwas zu machen." Wie gut das funktioniert sehen wir auf diesen Bildern aus Norwegen...
Aerial in Norwegen
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