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Move: 360°er
Rider: Jürgen Schall
Location: Safaga/Ägypten

360°er
Der 360°er ist der Klassiker unter den Flachwasser Moves. Aus voller Fahrt abzufallen und einen Kreis ins Wasser zu zirkeln macht schon eine Menge Spaß. Vor einigen Jahren bildete dieser Move dann die Grundlage für die Laydown Jibe, mit der Slalompiloten ihre Boards mit maximalem Speed um die Bojen jagten. Wesentlich einfacher als auf bockigen Slalomrennern ist der 360°er mit Freeride- oder Waveboards, die sich locker in die Kurve steuern lassen. Selbst in der Brandung kann man diesen Kreisel gegen die hereinrollenden Wellen fahren ...mit Steilkurve sozusagen.

1. Nach dem Aushängen aus dem Trapez beginnt das ganze wie beim Einleiten einer Halse, nur das Du soviel Geschwindigkeit wie möglich mit in die Kurve nimmst, denn Du willst ja schließlich ganz herum. Um einen gleichmäßigen 360°er zu fahren mußt Du permanent die Leekante belasten und das Segel relativ flach über dem Wasser halten.
...wie bei einer Laydown Jibe 2. Nimm den hinteren Fuß aus der Schlaufe und leite den 360°er ein. Zieh das Rigg dabei mit der hinteren Hand zu Dir heran und neige den Mast in Richtung Mittelpunkt des Kurvenradius.

3. Das Rigg ist dabei nach hinten geneigt und das Schothorn mit der hinteren Hand nah zu Dir herangezogen. Der vordere Arm ist fast gestreckt. Je stärker der Wind weht, desto tiefer mußt Du das Rigg neigen und je schneller Du bist, desto größer sollte Dein Kurvenradius sein. Achte aber darauf, das die Gabel das Wasser nicht berührt, denn das bremst Dich sehr stark ab ...und fördert Schleuderstürze!

360°er ...the full motion 4. Wenn Du die beiden wichtigsten Dinge beachtest (gleichmäßiger Druck auf die Innenkante und eine nach hinten geneigte, flachgehaltene Riggstellung), dann sollten Dir die ersten 180° ohne weiteres gelingen. Da Du jetzt back zum Wind stehst und deutlich langsamer geworden bist, mußt Du Dein Gewicht schnell vor den Mast verlagern und dabei den Segeldruck mit der hinteren Hand kontrollieren. Diesen dritten wichtigen Punkt kannst Du sehr gut mit einem Rigg bei wenig Wind am Strand üben. Das wird Dir bei der Segelkontrolle in dieser Situation helfen.

5. Jetzt setzt Du als erstes den vorderen Fuß vor den Mast und läßt das Segel sich langsam wieder aufrichten. Wenn Du dabei nicht aufpaßt, dann drückt der Wind das Segel zusammen mit Dir nach Luv ...eine Erfahrung, die Dir nicht entgehen wird.
...nur noch 90° 6. Bist du soweit gekommen, hast du den 360°er schon fast geschafft. Du luvst mit backgehaltenem Segel soweit an, bis der Bug durch den Wind dreht. Drück das Rigg mit der Segelhand weiter back und zieh es mit der Masthand zu deinem Körper. Jetzt sind es nur noch 90° bis zur Vollendung.

7. Jetzt brauchst du das Rigg nur noch etwas mehr nach Luv ziehen, damit es von der anderen Seite angeströmt wird. Gleichzeitig fällst du weiter ab um in die andere Richtung anfahren zu können.