Backside Cutback
Backside Cutback
Double Taka bei Wind von links
So könnt ihr die Fotos des Double Taka seitlich scrollen
Als wäre ein Taka nicht schon schwierig genug - Alex Mussolini schnitzt die 360 Grad Rotation um den senkrecht stehenden Mast direkt doppelt in das Face der Welle.

Dabei ist die zweite Drehung des Double Taka wohl eher eine Anlehnung an die aktuelle Entwicklung im Freestyle-Windsurfen, wo Kombi-Moves hoch im Kurs stehen. 'Einfach noch einmal rumdrücken' ist die Devise, wenn der Schwung vorhanden ist und das Timing stimmt.
Wer also den Taka sicher beherrscht und diesen Move nicht nur über Schaumwalzen steht, kann sich auf einer größeren Welle an die zweifache Ausführung heranwagen. Wenn man sich nach der ersten Drehung noch weit oben auf der Welle befindet, bleibt Zeit und Geschwindigkeit genug für Rotation Nummer zwei.

Bei diesen Aufnahmen von Alex sieht man, dass er den ersten Taka ins 'grüne Wasser' der Welle setzt. Erst beim zweiten Turn rutscht sein Heck durchs Weißwasser, auf dem sich die Drehung relativ leicht ausführen lässt.

Backside Cutback
Double Taka bei Wind von rechts
So könnt ihr die Fotos des Double Taka seitlich scrollen
Blicken wir zurück auf den Taka: Hier wird der Cutback überdreht, das Gewicht über die Boardnase nach vorne verlagert, während das hintere Bein entlastet und gestreckt wird. Eine Kopfdrehung über die Schulter in Rotationsrichtung leitet den Move ein, der gesamte Körper folgt der Bewegung.

Der Mastarm bleibt gestreckt, die entgegenliegende Kante wird belastet, Gewicht dabei weiterhin zum Mastfuß vor verlagern, bis die Nase durch den Wind dreht.

Durch Druck auf die Segelhand und konsequente Gewichtsverlagerung - immer noch auf die Boardnase - leitet man die weitere Drehung der Brettspitze durch den Wind ein.

Sobald man nach der Rotation wieder Segeldruck bekommt, wird das Segel einen kurzen Moment zum Heck gezogen, um die zweite Drehung druckvoll einzuleiten. Bei Twinsern, Thrustern oder Quads ist dies einfacher als bei Single Fins.

Dann geht es weiter wie beim Durchdrehen des einfachen Takas: Segel nach vorne neigen, Gewicht zur Nose verlagern und hinteres Bein entlasten...

Den Bewegungsablauf könnt ihr im Video - mit Superzeitlupe und für beide Windrichtungen gespiegelt - sehr gut nachvollziehen.