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Red Bull Big Days

20.11.2008 | Weißenhaus

Da schlugen die Surferherzen höher... auch in diesem Jahr ging das Konzept auf, die Red Bull Big Days als Stand by Event auszutragen.

Die Vorhersage für diesen Donnerstag passte wie die Faust aufs Auge für den Spot in der Hohwachter Bucht. Druck aus West schon am Vortag, zunehmend und leicht NW-drehend.


Während auf dem benachbarten Truppenübungsplatz die Granaten explodierten, ballerte auch der Wind aus allen Rohren. In Böen bis zu 30 Knoten schickte Petrus über den Strand.

Auch die tiefstehende Wintersonne ließ sich blicken und tauchte die Szenerie am Ostseestrand in ein einzigartiges Licht. Alles andere als Tauchen ging auf dem Wasser ab. Zu sehen gab es Windsurfaction aus dem Bilderbuch.
Red Bull Big Days - Lars Gobisch und Leon Jamaer
War es im letzen Jahr Rock'n Roll, was die besten Windsurfer Deutschlands in diesem Event zeigten, konnte man die heute gebotene Action ohne Übertreibung Heavy Metal nennen: Doppelloops, verdrehte Pushloops und vielleicht sogar als Premiere an der Ostsee, ein 'Pushloop into Frontloop'.

32 Starter gingen früh am Morgen in der Vorrunde an den Start, um den Weg in die Hauptrunde zu schaffen.
Um Punkt zwölf fiel der Startschuss zum Mainevent, in dem die 12 Besten des Vorjahres auf die 12 Sieger der Vorrunde trafen.

Einzig Klaas Voget und Normen Günzlein waren nicht dabei, beide hatten auf einen früheren Start der Big Days spekuliert und im November eine Reise nach Chile, bzw. Brasilien angetreten.
Red Bull Big Days - Lars Gobisch
Von Beginn an beeindruckte der gerade mal 15-jährige Philip Köster aus Gran Canaria. Selbst die schwierigsten Moves hatte das Bewegungstalent sicher im Griff. Und das obwohl er die aus seiner Wahlheimat gewohnte Boardshort an der eiskalten Ostsee gegen seinen dicksten Neoprenanzug eintauschen musste. Andy Wolff aus München, Matze Bade aus Kiel und Vorjahressieger Lars Gobisch, ebenfalls aus Kiel, blieben ihm bei seiner Titeljagd dicht auf den Fersen. Mit dem höchsten und ersten Doppelloop des Tages schaffte Lars Gobisch den Einzug ins Finale. So blieb für Andy und Matze der Kampf um den dritten Platz.
Red Bull Big Days - Andy Wolff
Doch im kleinen Finale lief es für Andy Wolff, der vorher mit extrem hohen Frontloops beeindruckte, nicht mehr ganz so gut: "Ich war einfach müde, das war heute verdammt anstrengend", so Andy nach dem Heat. Lange Wellenritte und hohe Pushloops sicherten damit Matze Bade den dritten Platz. Im Finale standen sich danach alt gegen jung (19 Jahre Altersunterschied), Local gegen Wahlspanier (über 3.500 km liegen die Wohnorte auseinander) gegenüber.
Red Bull Big Days - Matze Bade
Red Bull Big Days
Nach neun hart umkämpften Minuten brachten radikalere Sprünge Philip den Sieg über Vorjahressieger Lars Gobisch.

"Unglaublich, das Niveau und die Bedingungen hier an der Ostsee waren viel besser als ich es erwartet hatte. Umso mehr freue ich mich über meinen Sieg. Im nächsten Jahr bin ich sicher wieder dabei. Allerdings bringe ich mir dann noch einen dickeren Anzug mit," so Philip nach der Siegerehrung.
Zum Abschluss des Tages schickte Regattaleiter Holger Lass alle Teilnehmer nochmal zu einer gemeinsamen Supersession auf das Wasser. Mit Leon Jamaer aus Kiel holte sich auch hier ein Youngster mit einem extrem hohen und verdrehten Pusloop den Sieg vor Florian Jung aus Saarbrücken, der mit Tweaked Pushloop und Ponch nicht ganz an Leons Wertung heran kam.
Red Bull Big Days - Philip Köster
Damit war auch der zweite Big Days Wave Contest an der deutschen Ostseeküste ein voller Erfolg. Die Red Bull Big Days waren die perfekte Chance für den radikalen Windsurf Nachwuchs zu zeigen was ihn im steckt. Spätestens ab Montag wird es noch ein Video geben, das die Action dieses Tages zusammenfasst.
Red Bull Big Days - Florian Jung und alle Gewinner
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